Im Oktober 2021 saßen drei Freunde bei Veltliner und Käsebrot im warmen Abendlicht
vor einem Presshaus in einer stillen Kellergasse im Weinviertel.
Aus einem Gespräch über die Gegenwart wurde ein Gespräch über die Grenzen des Gehorsams –
und darüber, wie viel Freiheit eine Gemeinschaft aushält, die Freiheit zu ihren eigenen Idealen zählt.
Die Freunde warteten. Sie hofften, dass mit dem Ende der Ausnahmeregeln auch die Bereitschaft
zur offenen Auseinandersetzung zurückkehren würde. Doch die Zweifel blieben.
Aus Gesprächen wurde Mailverkehr, aus Mailverkehr wurden wieder persönliche Treffen.
Langsam entstand der Gedanke, nicht gegen bestehende Logen anzutreten, sondern etwas Eigenes
zu versuchen: eine Feldloge, die den freien Gedanken wieder an den Anfang stellt.
Freiheit im Denken. Freiheit im Sprechen. Freiheit im Handeln.
So entstand die Feldloge Friedrich August – unabhängig von Großlogenstrukturen,
offen für brüderlichen Diskurs und ohne festen Tempel.
Gearbeitet wird dort, wo sich Raum dafür findet: in einem Hinterzimmer,
einem Palais oder im Weinkeller.
"Sapere aude – frei bleiben, wo andere schweigen."